Das Kinderhaus „Purzelbaum“ Hohenthann mit seinen Kindern, Eltern und Elternbeirat sammelten in einer besonderen Aktion 750,00 €, die sie der Tafel Bad Aibling spendeten.

 

In diesen Zeiten, in denen die Tafeln außer ihren Stammkunden sehr viele Flüchtlinge aus der Ukraine mitversorgen, eine sehr willkommene Spende. Tafelleiter Dr. Stefan Stöckel und sein Team freuten sich sehr über die Spende, sagen herzlichen Dank dafür.

 

Wie berichtet, entsteht auf dem Areal der ehemaligen US-Kaserne im Ortsteil Mietraching ein Zentrallager der Tafeln. „Das Lager ist in einer Halle untergebracht, in der man auch gut mit Paletten rangieren kann“, meint Peter Zilles, Landesgeschäftsführer der Tafeln in Bayern nach einer Ortsbesichtigung. Es kann von den Tafeln kostenlos genutzt werden.

Das Lager soll als Verteilzentrum für Tafeln in der Region dienen.

Firmen, die den Tafeln Großspenden zukommen lassen wollen, können diese dort abliefern bzw. die Tafeln holen die gespendeten Waren bei den jeweiligen Herstellern ab. Tafeln aus dem südbayerischen Raum können benötigte Lebensmittel und Hygieneartikel dort abholen oder eintauschen. Zwei Dutzend Tafeln dürften es laut Zilles sein, die sich dort mit Waren eindecken können. Das erspare weite Wege, Zeit und somit Transportkosten.

Das Lager ist bereits betriebsbereit, allein es fehlen noch die Waren. Durch den Ukrainekrieg werden Lebensmittelspenden dringend benötigt, da die ukrainischen Flüchtlinge selbstverständlich durch die Tafeln auch mit Lebensmitteln mitversorgt werden.

Ein dickes Lob gebührt den Helfern der Aiblinger Tafel, die zur Zeit eine erhebliche Mehrarbeit stemmen und sich in Zukunft auch um das Zentrallager kümmern werden. „Im Moment haben wir im Zentrallager nur Desinfektionsmittel und Masken vorrätig“, sagt der örtliche Tafelleiter Dr. Stefan Stöckel, für die nächsten Tage seien jedoch Lebensmittelspenden angekündigt.

Dann kann es mit dem Tauschen losgehen, freut sich Dr. Stöckel.

 

Krieg in der Ukraine, gestiegene Energiepreise, teure Lebensmittelpreise – die Nachfrage ist so groß wie seit Langem nicht mehr. Doch ausgerechnet jetzt sinkt mancherorts die Spendenbereitschaft.

In der Tafel Bad Aibling sind die Regale noch gut gefüllt. Milch, Käse, Brot, Kartoffeln, Äpfel, Lauch und Vieles mehr. An einem Nachmittag stehen wieder viele Menschen vor der Ausgabestelle, um Lebensmittel abzuholen. Auch neue Gesichter sieht man, die zum ersten Mal hier sind. Sie erhalten ebenfalls eine volle Kiste, die einen Wocheneinkauf beinhaltet.

Der Leiter der Aiblinger Tafel berichtet, dass in den letzten zwei Wochen zu den bisherigen Kunden 60 – 80 weitere Neukunden, wenn nicht sogar 100 hinzu ge-kommen sind. Es sind ukrainische Flüchtlinge, die seit Kurzem in Bad Aibling angekommen sind. Täglich werden es mehr.

Sie sind geflohen ohne Hab und Gut, haben Unterschlupf bei Verwandten, Bekannten oder Privatwohnungen und leerstehenden Gebäuden gefunden. Für viele gibt es keine Möglichkeit, sich von ihrem Geld etwas zu kaufen, weil die Zahlungswege zur Ukraine nicht mehr bestehen.

Dr. Stefan Stöckel, Leiter der Tafel berichtet, dass man versuche, die Ukrainer möglichst unbürokratisch mitzuversorgen. Ein Ausweisdokument reiche bereits als Berechtigung aus.

Die Erstankommenden aus der Ukraine werden von der Tafel mit einem Begrüßungspaket empfangen und sie können kostenlos einkaufen. Ab dem zweiten Besuch kostet dann ein Einkauf – wie für alle anderen Tafelkunden auch – der Einkauf pro Erwachsener maximal einen, pro Familie maximal zwei Euro.

Der Mehraufwand für die 65 ehrenamtlichen Mitarbeiter mache sich freilich bemerkbar.

Jeden neue Helfer, der ehrenamtlich mitarbeiten will, ist herzlich willkommen.

Durch in vergangenen Monaten zugekaufte Lebensmittel könne man den gestiegenen Bedarf momentan noch ganz gut abfangen, so Tafelleiter Dr. Stöckel. Allerdings bei frischer Ware wird es schwieriger, zum Beispiel genügend Obst, Gemüse und Milchprodukte zu bekommen.

Laut Dr. Stöckel richte man extra für die ukrainischen Besucher – neben den üblichen zwei Tagen in der Woche – einen dritten Ausgabetag ein. Es findet bei der Tafel also auch

montags von 14 – 15.30 Uhr

eine Warenausgabe statt. Wer das jedoch nicht mitbekommen hat, bekommt natürlich auch zu den üblichen Ausgabezeiten etwas.

Die üblichen Ausgabezeiten sind 
donnerstags von 13.30 – 15.30 und
freitags von 9.00 bis 11.30 Uhr.

 

Zugangsberechtigt sind alle Bedürftigen, die einen entsprechenden Nachweis vorlegen können, etwa vom Landratsamt, Sozialamt oder vom Jobcenter.

Mit einer Spende von 500 € hat der VDK, Ortsverband Schönau-Tuntenhausen, der Tafel Bad Aibling viel Freude bereitet. Die Tafel Bad Aibling fungiert unter dem Dach der Bürgerstiftung Bad Aibling.

Bei der Übergabe waren mit dabei (von links):

Herr Josef Haager (Stellvertretender Vorsitzender VDK, Ortsverband Schönau-Tuntenhausen), Dr. Stefan Stöckel (Vorsitzender Tafel Bad Aibling) und Herr Hengstberger (Schriftführer VDK, Ortsverband Schönau-Tuntenhausen).

 

 

 

 

Landesverband der bayerischen Tafeln errichtet in Bad Aibling ein Regionallager für gespendete Lebensmittel

Der Landesverband der bayerischen Tafeln hat in Bad Aibling ein Regionallager für gespendete Lebensmittel errichtet. Es ist im B & O – Gelände im Ortsteil Mietraching entstanden, wo die örtliche Tafel bereits seit ihrer Gründung einen Lagerraum kostenlos nutzen darf.

In der Lagerstätte trafen sich Altbürgermeister von Bad Aibling, Felix Schwaller, Tafelleiter Dr. Stefan Stöckel und Dr. Ernst Böhm, Geschäftsführer der B & O Gruppe, die das Areal des ehemaligen US-Stützpunktes in Mietraching nutzt. Böhm sagte den beiden zu, das rund 300 Quadratmeter große Lager  der sozialen Einrichtung auch weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen. Felix Schwaller und Dr. Stöckel nahmen die Zusage sehr dankbar zur Kenntnis, bescheinigt sie doch eine großzügige soziale Einstellung von Dr. Böhm. Böhms Zusage hat das Vorhaben, das Tafelleiter Dr. Stöckel kürzlich am Rande der Landesversammlung der bayerischen Tafeln mit deren Geschäftsführer Peter Zilles besprach, einen wichtigen Schritt vorangebracht.

Der Landesverband möchte sein Netz an regionalen Lagerstätten erweitern, da die Tafeln immer öfter  Großspenden von  unterschiedlichsten Herstellern erhalten, die einer Überproduktion entstammen.  Es bedarf eines Logistikkonzeptes, das der Landesverband entwickelt. „Regionallager sind Stützpunkte, damit Lebensmittel nicht durch ganz Bayern hin und her transportiert werden müssen. „Erst kürzlich spendete die Saline Bad Reichenhall mehrere Paletten Salz, die im Regionallager aufbewahrt werden und an die Tafeln in der Region verteilt werden können“, erläutert Dr. Stöckel. Es muß weiter noch festgelegt werden, welches Gebiet von der Kurstadt aus versorgt werden soll, unklar ist auch noch, ob ehrenamtliche Helfer ausreichen, die Waren in Empfang zu nehmen und zu koordinieren. Zu überlegen ist auch der Einsatz eines Gabelstaplers für das Be- und Entladen der Fahrzeuge, berichtet Dr. Stöckel. Die Pläne des Landesverbandes stellen eine Aufwertung der örtlichen Tafel dar, und zwar nicht nur durch die unentgeltliche Nutzung der Räumlichkeiten sondern auch durch eine begehbare Kühlzelle.

In mehreren Städten wie Schweinfurt, Augsburg, Regensburg, Feucht und Nürnberg gibt es bereits Lager dieser Art. Zilles geht davon aus, dass vom Regionallager Bad Aibling mehrere Dutzend Tafeln im Umkreis von 50 – 60 Kilometern beliefert werden können.

Für die Arbeit der Tafeln nehmen solche Lager an Bedeutung zu. Während Spenden von regionalen Geschäften eher zurückgehen, steige die Zahl der Großspenden direkt vom Hersteller, weiß Zilles zu berichten. Die Regionallager helfen, die Transportkosten niedrig zu halten. Der Landesverband verfügt über einen eigenen LKW, der größere Lieferungen abholen und zu den Lagerstätten bringen kann. Die Logistik für Bad Aibling muss noch aufgebaut werden, wir sind auf einem guten Weg dorthin, betont Zilles.

Grundsätzlich geht der Landesgeschäftsführer davon aus, dass das Regionallager ehrenamtlich betreut wird. Ganz ausschließen möchte er jedoch nicht, dass eine geringfügig beschäftigte Person für diesen Zweck angestellt wird.  An der Möglichkeit hierzu wird gearbeitet, räumt Zilles ein. Er erachtet eine Kraft, die etwa zehn Wochenstunden eingesetzt werden kann, als ausreichend.

Es gibt noch viel zu tun, dass das Regionallager reibungslos laufen kann. Er freue sich sehr, daß man die kostenlosen Räumlichkeiten im B & O Gelände für dieses große Projekt nutzen könne.

Dass darüber hinaus Ehrenamtliche der Tafel Bad Aibling den Betrieb des Lagers ermöglichen, erwähnt er sehr dankbar. Zilles möchte die Örtlichkeit bald besichtigen.